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FALKENSTEINER HÖHLE |
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Sonntag Morgen 7 Uhr:
Mich reisst der Wecker aus dem Schlaf. Gemuetlich fruehstuecken, und um 8:30 Uhr fahren wir zur Falkensteiner Hoehle (zwischen Bad Urach und Grabenstetten). Unser Hoehlenfuehrer ist auch puenktlich, und nach dem Anziehen des Neoprenanzugs und der Schutzkleidung gibt er noch Helme und Kopflampen aus, und erklaert noch ein paar Details bevor es losgeht. Jetzt geht es in die Unterwelt. Noch ist der Weg, der durch das Bachbett fuehrt, nicht so beschwerlich. Doch nach ca. 200m senkt sich die Hoehlendecke bis auf 40cm ueber dem Wasserspiegel. Schwimmen! Spaetestens jetzt sind alle wach - das Wasser hat ca. 12 Grad! Bis zum ersten Siphon ist es dann nicht mehr weit, wenn nur die Felsbrocken im Bach nicht waeren, ueber die man dauernd stolpert. Heute ist der Siphon komplett geschlossen, d.h. ca. 7m durchtauchen. Hier drehen die ersten der Gruppe um. Die anderen kommen nach dem "Hoehlentauchgang" (ca. 10 Sekunden) in der Reutlinger Halle an. Nun wird der Weg beschwerlicher: Kletterpassagen ueber Felsen, durch das Bachbett waten (natuerlich mit Umfallen wegen den Steinen und Brocken, die man nicht sieht), und klettern an Lehmwaenden (sehr rutschig) lassen uns kaum Zeit, auf die schoenen Versinterungen zu achten. Vorbei am Krokodil (ein abgebrochene Stalagtit) erreichen wir den Vesperfelsen. Endlich Zeit zum Verschnaufen, auch um etwas zu Essen und guten heissen Tee zu trinken. Nach 20 Minuten Pause geht es weiter. Nur wo? Ich sehe keinen Weg. Doch unser Fuehrer quetscht sich durch ein enges Loch und die Hoehle wird wieder etwas breiter. Nach drei Lehmwaenden, etlichen Loechern wo ich nicht weiss, wie ich durchkomme - aber es geht, erreichen wir den Fuchsbau. Drei Eingaenge und ein kleiner Raum, der mit vier Leuten (sitzend oder hockend, aufrecht stehen geht nicht) total ueberfuellt ist. Am Ausgang geht es durch ein enges Loch und danach gleich ca. 3m senkrecht runter. Hier geben unsere Maedels auf. Schade - 10 Minuten vor unserem Ziel. Nun wird der Weg wieder leichter. Noch durch das Waschbrett robben und wir sind in der Koenigshalle. Hier stehen Stalagmiten, die ein bisschen wie Kronen aussehen (mannsgross). Doch nun muessen wir den gleichen Weg wieder zurueck. Unsere Maedels im Fuchsbau abholen, wo die Diskussion beginnt, welcher der Ausgaenge der richtige ist. Egal, wir entscheiden uns fuer den linken (da zeigt auch ein auf den Fels gemalter Pfeil hin), der ist aber zu klein. Also doch den rechten Ausgang nehmen und schon geht es weiter. Wieder ueber die Lehmwaende und Kletterpassagen zurueck, durch den Siphon tauchen, jetzt kann nichts mehr passieren.
Nach 7 1/2 Stunden hat uns die Oberwelt wieder - ziemlich K.O., aber gluecklich. Das war mal eine tolle Erfahrung.
Autor: Arthur Quintilius
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