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MOZAMBIQUE

Orkney Island/ Scapa Flow 2003

Mozambique

Reisebericht von Waltraud Binanzer

am 08.03.08 sind wir von unserer Mozambique Reise
zurückgekommen. Es war eine sehr abwechslungsreiche
und schöne Reise. Wir hatten den Flug Frankfurt- Johannesburg
und weiter nach Inhambane. Diese Verbindung gibt es erst seit ein
paar Monaten und in 2 Stunden ist man dort. Sehr angenehm und
schnell. Die Lam Airline war rappelvoll und deshalb muss frühzeitig
gebucht werden. Alternative ist die Pelican Air. Gepäck in Joburg
immer entgegennehmen und neu einchecken. Dennoch fehlte Gepäck
bei Ankunft in Inhambane von Mitreisenden. Von Inhambane dann
30 Kilometer weiter ist der Ort Tofo. Dort gibt es zwei Tauchbasen,
wir waren bei Tofo Scuba (in südafrikanischer Hand) und wohnen kann
man im Tofo Hotel, in den Mundos Appartements, in den Paradysdunes
Chalets oder im Casa Berry. Wir hatten die Paradysdunes bevorzugt,
liegen auf dem Hügel mit Blick aufs Meer. Jedes Chalet hat einen
eigenen Boy, der das Frühstück bringt, Zubereitung erfolgt selbst. Man wird
abgeholt und auch wieder hingefahren. Wäre zum Laufen etwas weit.
Zum Abendessen geht man in die Stadt und es stehen verschiedene
Restaurants zur Verfügung. Der Ort hat nur eine geteerte Strasse, der
Rest sind Sandpisten! Handy funktioniert da.
Getaucht wird mit Schlauchbooten. Organisation von Tofo Scuba gut,
allerdings wurden wir die ersten Tage mehr als Nummern als Kunden
behandelt. Unterwasser darf man nichts anlangen. Auf Schutz der Korallen
und der UW Welt wird viel Wert gelegt. Am ersten Tag konnte nicht
getaucht werden, weil ein Cyclon von Madagaskar über Mozambique
hinwegzog. Der hatte auch den halben Strand der Tofo Bucht mitgerissen.
Die Terrasse der Tauchbasis wurde ebenfalls weggerissen und demzufolge
war die Stimmung im Keller - verständlicherweise. Es werden Two-Tank-
Dives angeboten und im Abstand von einer halben Stunde gehen die
Boote mit max. 8-9 Personen raus. Die besten Riffen sind auch die die
weiter weg liegen (dafür muss Aufpreis bezahlt werden). Die nahegelegenen
Riffe sind sehr vom Sand mitgenommen, viel mit Algen belegt und der
Korallenwuchs ist spärlich. Ebenso ist man einem stetigen Schwell ausgesetzt.
Die Sichtverhältnisse können super oder mau sein und ändern sich stündlich.
Je weiter draussen desto besser gilt eigentlich die Regel. Das Manta Riff
ist berühmt und garantiert Mantasichtungen. Wir hatten ca. 35 Mantas in
6 Tagen. Zwischen den Tauchgängen wird nach Walhaien Ausschau gehalten,
die an diesem Küstenabschnitt entlangschwimmen. Unsere beiden Boote
hatten insgesamt 20 Walhaie! Dafür ist allerdings dann ein Aufpreis zu
bezahlen wenn die Walhaisichtungen eingebaut werden sollen. Beste Funde
sind bei Sonnenschein garantiert. Es wird dann geschnorchelt. Dieser
Platz ist der beste und garantierteste weltweit!! und noch am günstigsten.
Zwischen den Riffen tummeln sich Schnapperschwärme und Riesenzacken-
barsche (handzahm), in den Löchern und Ritzen Muränen von groß bis klein.
Drachenköpfe, Langusten, Oktopusse, Trompetenfische, seltene Seegurken,
auf Sandböden Flügelrossfische, Krötenfische, Geisterpfeifenfische.
Umgeben von vielen Lederkorallen und kleinen Weichkorallenbüscheln. Sichtung einer
Dornenkrone. Wassertemperatur 28 Grad!
Das Angebot ist wesentlich vielfältiger als in Südafrika weil wärmeres
Wasser vom Indischen Ozean.
Dann Weiterflug mit Chessna für max 4 Personen 40 Minuten 160 km
nördlich nach Pomene. Tauchgepäck wurde mit Auto nachgebracht weil
zu schwer! Dort auf einer Halbinsel gelegen die Pomene Lodge. 4 Sterne
in den neuen Wasserbungalows, Swimmingpool, Vollpension. Rundum-
programm Quad-Fahren, Reiten über Sandpisten am Strand und auf
Sandpiste. Pomene City sind 3 Häuser aus Palmwedel gebaut, ordentlich
sauber, nette Menschen und Kiosk für Moz-Bier. Sehr empfehlenswert.
Auch hier sind die weiter draußen liegenden Riffe das Beste. Die Fahrten
mit Schlauchboot sind nichts für Kreuzkranke. Seefestigkeit sollte auch
gegeben sein. Ebbe und Flut sind stark.Die Lagune hat mich gereizt.
3,5 Meter tief und Terrain für Jungfische und Critters. Die Lembeh-
Strasse Mozambiques? Seepferdchen, Seenadeln, Schaukelfische,
Krötenfisch, Jungaale, Jung-Krokodilfische, Fledermäuse, Krabben
ohne Ende, Shrimps, Baby-Oktopus. Da musste ich doch auch gleich
einen Nachttauchgang machen. War der erste für den Basenleiter mit
Gästen. Absolut empfehlenswert und hätte man gleich jeden Tag
machen können. Auf dem Flug wurden Walhaie gesichtet und Mantas.
Putzerstation für Mantas aber bisher nicht vorhanden, wäre Zufalls-
begegnung, ebenso die Walhaie. Dafür nicht nach Pomene fahren.
Rückflug wieder nach Inhambane, zurück in Zivilisation, Übernachtung
in Hotel Tofo Mar und am nächsten Tag Rückflug nach Joburg.
Allerdings mit 6 stündigem Zwischenaufenthalt. Empfehlenswert hier
kleine Stadtrundfahrt oder Shopping Mall (die sich von keiner anderen
Mall der Welt unterscheidet). Wir sind wieder in der Welt, das
Outback liegt hinter uns.
Fazit: Mozambique wird sich in den nächsten Jahren stark entwickeln.
Noch ist es sehr ursprünglich und von Natur über und unter Wasser
geprägt. Massentourismus gibt es nur in Zeiten der südafrikanischen
Ferien (da bitte nie kommen). Die Kombi macht eine runde Sache
daraus, von Gross bis Klein ist alles da und bekommt von mir das
Attribut sehr empfehlenswert. Die Tauchbasis bekam in den ersten
zwei Tagen schlechte Noten, hat sich dann aber schlagartig gebessert
nach eingehenden Gesprächen.


 
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