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ORKNEY ISLAND/ SCAPA FLOW |
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Orkney Island/ Scapa Flow 2003
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Orkney Islands August 2003
Reisebericht von Waltraud Binanzer
Mein Vater Gerhard Binanzer ist Marine- und Wrackfan und deshalb hat es mich nicht verwundert, daß er in den 80 er Jahren das erste Mal nach Scapa Flow fuhr. Gerüstet mit 15 mm Objektiv und Nikonos tauchte er unter. Seine Vorbereitungen waren optimal so wußte er genau die richtigen Stellen an den riesigen Blockschiffen wo es was zu fotografieren gab. Schon damals lernte er den John Thorton kennen, der ihn auf seinen Tauchgängen begleitete. Es gab damals schon ein Museum mit den Schiffsrelikten. Und er kam auf die Idee dem Museum ein Tableau zu bauen und zu schenken auf dem maßstabsgetreu die Schiffe lagen. Ein Jahr brauchte er dazu dieses zu bauen und nach Kirkwall zu schaffen. "The German Fleet comes back to Orkney" war denn dann auch der Artikel der dazu veröffentlicht wurde. Wir haben nun seit 8 Jahren Scapa Flow im Programm für hartgesottene Wrackfans und Fotografen. "Scapa ist nichts für Frauen" war der allgemeine Tenor: Kaltes Wasser, immer nur Regen und viel Guiness im Ferry Inn. Das ist nur was für Männer. Also habe ich fast überwiegend nur Männer da hin geschickt. Was an Fotos gebracht wurden war kläglich: irgendwelche undefinierbaren Teile von Wracks mit tausenden von Schwebeteilchen, also Fotos die nicht das rüberbringen was man eigentlich gerne sehen möchte: Wrack in der Totalen. Da waren die Fotos meines Vaters noch um Klassen besser (kann man heute immer noch als Postkarten kaufen in Kirkwall). Also beschloss ich im August 2003 Scapa selbst zu bereisen, auf den Fußstapfen meines Vaters wandeln und um mir ein eigens "Bild" zu machen. Ich packte Halbtrocken-Anzug und Trocki ein, hoffte auf gutes Wetter und gute Bilder. Landanflug in Kirkwall kann wegen Nebels und Regen schon schiefgehen, aber es schien die Sonne. Erster Tag mit Glück. Unser Schiff sah noch etwas lediert aus (der Eigner hatte gerade ein Wettangeln gewonnen und die letzte Reinigung der Fischreste wurde vergessen). Aber im Innern sah mein Adlerauge einen Ofen mit Rohr (für gute Hitzeabstrahlung), Tisch und Bank, kleine Küche (die von mir erst noch geputzt wurde). Die Nitrox-Anlage funktionierte. Übernachtungen waren im Stenigar Guesthouse gebucht. Der beste Platz am Ort bei Sheila. Eine Schottin mit Herz und Gefühl und Garten für Grillabende. Am nächsten Tag wieder Sonne und blauer Himmel. Ich habe Glück. Erste Tauchausfahrt natürlich im Halbtrockenen (weil besser beweglich beim Fotografieren), 13mm RS und Blitz am 5 Meter Kabel, s/w und hochempfindlicher Film. Wasser angenehm mit 20 Grad, keine Strömung, Bug vorne, Kanonen, alles überschaubar und easy. Mittagessen im Museum bei Vaters Tableau, (immer noch Sonne), Anzug getrocknet am Ofenrohr, zweiter Tauchgang an den Bayern Türme. Jedesmal 36 Bilder im Kasten und gute Laune und immer noch Sonne. So ging es 10 Tage lang bei allen Wracks. Und das Guiness gabs auch draußen in der Sonne. Den Trocki brauchte ich gar nicht mehr! Glück gehabt und Superwrackbilder. Meine Vater wäre stolz auf mich wenn er sie sehen könnte ..... Schottland hat was und entweder man mag es oder man mag es nicht (ob nun im Regen oder in der Sonne). Ich werde wiederkommen. UND ES IST AUCH WAS FÜR FRAUEN! Aber a bisserl Glück mit dem Wetter muß man schon haben.
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